Rotorköpfe mit drei oder mehr Rotorblättern sind ein eigenes Kapitel beim
Modellhubschrauber, über das viel spekuliert wird, weil die meisten Piloten früher oder später
einmal den Reiz verspüren einen solchen Kopf zu fliegen.
Die jetzige Generation der Mehrblattköpfe ist mit früheren Ausführungen insbesondere im
Flugverhalten nicht mehr vergleichbar.
Bei der Herstellung, aus einer speziellen glasfaserverstärkten Kunststoffmischung, werden die
Zentralstücke mit eingelegten Wellen in einem "Guß" gefertigt. Auf der dabei entstehenden
Elastizität und Dämpfung baut dieses Rotorsystem im Wesentlichen auf.
Die speziellen Blatthalter mit zwei Anschraubbolzen führen zu einer großen Laufruhe, schon
beim Beschleunigen des Rotors. Bei Drehzahl- oder Laständerungen wollen die Rotorblätter
Schwenkbewegungen ausführen, die eine Unwucht zur Folge haben, da die Blätter diese
Bewegungen nicht gleichmäßig ausführen. Der doppelte Blattanschluß verhindert diese
Bewegung.
Das physikalisch bedingte "Eigenleben" der Rotorblätter wird durch die Elastizität des
Zentralstückes wirkungsvoll gedämpft.
Scale-Modelle erreichen teilweise das doppelte Abfluggewicht eines Trainingshubschraubers.
Trotz modernster Technik (oder gerade weil sie es möglich macht), haben diese Modelle eines
gemeinsam: je schwerer sie sind, um so anspruchsvoller ist das Flugverhalten. Um auch hier
die Anforderung an den Piloten auf ein normales Maß zu reduzieren, hilft die elektronische
Unterstützung durch den Helicommand R8495.
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